MADS BØGH – VON DER TALENTFÖRDERUNG ZUM LIGADEBÜT

Foto: HØJ Elite

März 2026 – Aalborg

Der junge Mads Bøgh steht konzentriert an der Seitenlinie und blickt hinein auf einige der besten Handballspieler der Welt, die nur wenige Meter entfernt an ihm vorbeilaufen. Routiniert reibt er sich Harz auf die Finger, während ihm Cheftrainer Anders Thomsen die letzten Anweisungen gibt.

In wenigen Sekunden wird er vor 5.000 Zuschauern zu seinem Ligadebüt aufs Feld geschickt – gegen die dänischen Meister und Champions-League-Teilnehmer von Aalborg Håndbold. Diesem Moment gehen unzählige Trainingsstunden auf dem Hallenboden voraus – sowohl im Verein als auch zuletzt beim Ligakader.

Mads Bøgh fiel schnell im talentierten U19-Team von HØJ auf, als er mit 18 Jahren zum Klub kam, und trainiert seit Anfang 2026 fest bei den Ligaherren mit.

Hier ist die Geschichte von Mads Bøgh.

April 2026 – Ølstykke

„Ich habe mit sieben Jahren bei HK73 mit dem Handball angefangen. Es hat mir immer Spaß gemacht, aber so richtig ernst wurde es, als ich zur SØS (Sydøstsjællands Idrætsefterskole) kam. Nach der SØS war ich bei Ajax, und jetzt sitze ich hier in der Ølstykke-Hallen, worüber ich mich riesig freue.

Zuerst trainierte ich nur ab und zu mit, danach wurde es ein wöchentliches Training, und seit dem Jahreswechsel ist es nun also fest. Darüber freue ich mich wirklich, und ich merke, dass es mich schon enorm weitergebracht hat. Sowohl körperlich als auch bei meiner Schnelligkeit und meinem Tempo – und ich habe das Gefühl, dass ich auch ein gutes Stück handballklüger geworden bin.

Man kann nicht mehr auf die gleiche Weise dieselben Dinge machen wie in der Jugendzeit. Es muss ein Gedanke dahinterstecken, und dann ist es einfach fantastisch, von so starken und erfahrenen Spielern lernen zu können, wie wir sie im Kader haben.“

Debüt gegen die dänischen Meister

„Ganz ehrlich, ich hätte mir keinen besseren Ort für mein Debüt wünschen können. Es war sehr surreal, und es fühlte sich an, als hätte ich eine Blase um mich herum. Ich erinnere mich, dass ich sehr auf die Aufgabe fokussiert war, die ich auf dem Feld lösen sollte.

Zum Glück hatte ich ein paar gute Mitspieler um mich herum, die sofort da waren, als mir auf die Schulter getippt wurde und ich mich bereitmachen sollte. „Denk dran, es hat einen Grund, dass du dabei bist.“ Über diese Unterstützung war und bin ich wirklich froh. Der Abend in Aalborg war ja der vorläufige Höhepunkt, und ich gebe gern zu, dass ich mich immer noch ein bisschen kneifen muss. Denn es war richtig groß!“

Starke Leistung gegen Fredericia

„Als es dann nach Fredericia ging, hatte ich ein etwas anderes Gefühl im Körper. Ich bekam mehr Zeit auf dem Feld und konnte wirklich zeigen, was ich draufhabe.

Es war cool, mein erstes Ligator zu erzielen, und es bedeutete mir unglaublich viel, dass meine Eltern und mein Bruder auf der Tribüne dabei waren, sodass sie das alles gemeinsam mit mir erleben konnten. Ich war mächtig stolz, wirklich, aber auch sehr ärgerlich darüber, dass wir das Spiel leider verloren haben.“

Handballträume

„Ich hatte schon immer Träume, und für mich dürfen sie auch ruhig unrealistisch wirken. Ich traue mich, groß zu träumen, und glaube an mich. Mein Ziel ist es, zielgerichtet zu trainieren, am liebsten so viel wie möglich. Ich will die beste Version meiner selbst sein, und ob das nun in der dänischen Håndboldliga ist, vielleicht in der Bundesliga oder etwas ganz anderem, das wird sich zeigen. Es gibt keinen Grund, zu weit vorauszudenken – für mich zählt ein Tag nach dem anderen.“

Die besondere Gemeinschaft

„Es wird viel über diese „Gemeinschaft der Extraklasse“ bei HØJ gesprochen, und da muss ich einfach sagen: Das stimmt vollkommen. Denn sie IST etwas ganz Besonderes. All die Verantwortlichen, Teamleiter und die Freiwilligen. Sie alle haben mir unglaublich viel bedeutet, auch in Bezug auf meine Entwicklung als Mensch. Ich habe das Gefühl, dass ich sowohl ein besserer Mensch als auch ein besserer Handballspieler geworden bin. Der Verein und die Gemeinschaft haben ganz besonders dazu beigetragen.

Und dann habe ich noch einen guten Rat für all unsere fantastischen Jugendspieler, die in der Halle herumlaufen und träumen. Bleibt dran, bleibt dran, bleibt dran. Habt Geduld und setzt Prioritäten bei eurem Training. Die Chance kommt schon zu dem, der hart arbeitet. Denn es stand nie in Stein gemeißelt, dass ich da stehen würde, wo ich jetzt stehe.“

Wir sagen Mads Bøgh tausend Dank und freuen uns auf viele weitere schöne Erlebnisse gemeinsam in der Zukunft.

Mads Bøgh – ein Teil der HØJ-Familie