MIA REJ – DIE FREUDE AM HANDBALL

Foto: Thomas Tvilling

Die 35-jährige Mia Rej hat ihr letztes Spiel auf Topniveau bestritten und ist nun bereit für ein neues Kapitel.

Und das bleibt zum Glück bei HØJ!

Der endgültige Schlusspunkt unter eine starke Handballkarriere wurde nach dem Heimspiel gegen Silkeborg-Voel in der Ølstykke-Hallen am 3. Mai gesetzt. Eine aktive Karriere mit vielen Höhepunkten, die unterwegs allerdings auch von Verletzungen geprägt war.

„Die Entscheidung, meine Karriere zu beenden, ist schon vor ziemlich langer Zeit gefallen, also hatte ich genug Zeit, das alles zu verarbeiten. Deshalb konnte ich den Tag einfach genießen. Nach dem Schlusspfiff wurde es ein bisschen emotional, aber eigentlich war es vor allem Erleichterung. Die letzte Zeit meiner Karriere war ein langer Kampf. Ganz ehrlich: Es fühlt sich gut an, sagen zu können, dass ich diesen Kampf gewonnen habe – aber auch, dass ich nicht mehr kämpfen muss.“

Trotz der Verletzungen hat Mia Rej auf dem Handballfeld weit mehr erlebt und erreicht als die meisten.

„Natürlich denkt man an einige der Titel, die man gewonnen hat: das dänische Meistergold in Kopenhagen und ‚The Double‘ mit Odense. Ich blicke aber auch auf mein Jahr bei FCK Håndbold zurück, wo ich mit all meinen Kindheitsidolen trainieren und spielen durfte. Das war eine verrückte Saison mit Anja Andersen als Trainerin, aber auch etwas, das ich nie missen möchte. Und nicht zuletzt ist die ‚Krönung des Ganzen‘ natürlich, dass ich Dänemark sowohl bei der EM als auch bei der WM vertreten durfte.“

Den Abschluss von Mia Rejs aktiver Karriere bildete HØJ Elite – und das sogar in der starken Debütsaison des Klubs in der Håndboldligaen. Hier zeichnete sich unsere schnelle und starke Spielmacherin glänzend aus. Besonders in der zweiten Saisonhälfte, in der das Team sprühte und beeindruckende Ergebnisse erzielte. Die Begeisterung für HØJ machte sich denn auch schnell auf und neben dem Spielfeld bemerkbar.

„Ich habe einen wirklich guten Eindruck gewonnen. Vor allem, weil es so viele tolle Menschen im Klub gibt, die einem das Beste wünschen. Es herrscht eine sehr familiäre Stimmung, und alle helfen einander. Es fühlt sich auch nicht so an, als sei der Weg von der Jugend zu den Senioren besonders weit.

Als ich entscheiden musste, ob ich eine zivile Karriere einschlagen oder im Handball bleiben sollte, ist mir eigentlich klar geworden, dass ich mit dem Sport noch lange nicht fertig bin. Ich habe immer noch viel Antrieb und viel weiterzugeben, also ist es für mich die optimale Lösung, mein Wissen an die Jugend weitergeben zu können und gleichzeitig weiterhin auf Seniorniveau beizutragen.

Die Frauen haben eine wirklich tolle Entwicklung durchgemacht, besonders im vergangenen halben Jahr. Ich sehe daher keinen Grund, warum sich diese Entwicklung nicht fortsetzen sollte. Und mit dem Zugang weiterer starker dänischer und ausländischer Profile erwarte ich auf jeden Fall, dass die Frauenmannschaft ein richtig gutes Flaggschiff für den Klub wird – und für die jungen Mädchen, die davon träumen, Ligahandball zu spielen.

Was die Talentarbeit angeht, ist der Klub gerade dabei, kräftig aufzurüsten. Hier werden optimale Bedingungen geschaffen, um sich entwickeln zu können – und nicht zuletzt – um richtig viel Spaß zu haben. Ich freue mich riesig darauf, zu sehen, wie sich der große Talentpool im Klub entwickelt und noch mehr aufblüht.“

Bei HØJ freuen wir uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Mia Rej. Wir sind stolz darauf, dass sie sich entschieden hat, als Co-Trainerin der U19-Mädchen weiterzumachen und gleichzeitig Teil des Trainerteams der Ligafrauen zu werden.

„Ganz ehrlich – das Wichtigste ist, dass du Spaß hast. Dass du die Gemeinschaft genießt, dass du einen Freiraum findest, in dem du du selbst sein und Spaß haben darfst. Ernst wird es früh genug. Im Grunde habe ich Handball gespielt, weil es Spaß macht!“, sagt Mia Rej abschließend, die auch künftig ein großer Teil der HØJ-Familie sein wird.